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Welches Wohneigentum
Aussehen+Genehmigung
Baustoffe + Energie
Erschließung+Außena.
Eine Baubeschreibung
Gesamtbaukosten
Die Hausfinanzierung
Die Baudurchführung
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Nicht gewerblich-unabhängig - INFO-Übersicht: http://www.info-sd.de/ 

Welches Wohneigentum? (NE 1)

Inhalt

Welche Möglichkeit kann oder will ich bezahlen? (NE 1.1) - Übersicht über die Wohneigentumsarten (NE 1.2) - Die Gebraucht-Immobilie (NE 1.3) - Erwerb der Gebrauchtimmobilie (NE 1.4) - Erwerb durch eine Versteigerung (NE 1.5) - Weitere Wege zum Wohneigentum (NE 1.6) - Fertig- oder Architektenhaus – Holz oder massiv ? (NE 1.7) - Mit oder ohne Keller ? (NE 1.8) - Die Bauleitplanung ist zu beachten (NE 1.9) - Bauen und Umbauen im Netz (NE 1.10)

Das richtige Wohneigentum für den speziellen Bedarf sollte sorgfältig ausgewählt werden.
Reihenhäuser verbrauchen beispielsweise weniger Platz und Energie als Einfamilienhäuser.

 

Welche Möglichkeit kann oder will ich bezahlen? (NE 1.1)

Der Traum vom eigenen Haus erfüllt sich in der Fernsehlotterie meistens nicht. Deshalb sollte jeder lieber selbst rechnen, ob er sich nicht vielleicht doch diesen Traum erfüllen kann. Einsparungen bei dem Keller, der Küche, der Ausstattung und der Grundstücksgröße bringen oft die monatliche Belastung, durch rund 30.000 € bis 100.000 € Einsparung  unter diejenige einer Mietwohnung.

Weil man sich meistens lange mit dem Traum beschäftigt, kennt man auch die Abkürzungen: EFH, DHH, RH, ETW

Zusammengefasst beim Neubau-Eigenheim zuerst beachten:

1.       Richtige Finanzplanung  - 60 % vom Nettoeinkommen soll übrig bleiben. Finanzen deshalb genau überprüfen. Kann vielleicht auf das Zweitauto oder den Raucherkonsum verzichtet werden?

2.       Preisangebote, Lage des Objekts und wirklichen Bedarf vergleichen. (Dies weiß fast jeder Interessent.) Das billige Schnäppchen kann aber auch von jemandem stammen, der alle 2 Jahre Insolvenz anmeldet, obwohl er das größte Auto fährt und eine gute Bankauskunft (weil er immer betrügt) mitbringt. Dann wird es teuer. Kosten für ökologische und gesunde Baumaßnahmen richtig einplanen (siehe dort).

3.       Höhere Leistung bringt höhere Kosten: Bessere Ausstattung und Absicherung sind nicht kostenlos. Kosten für Bürgschaften für Fertigstellung, Gewährleistung und Qualitätskontrollen oder –siegel werden immer auf den Preis aufgeschlagen.

4.       Geringes Risiko bei Grundstückskauf vor Baubeginn und Zahlung nach Baufortschritt (wie es beim Architektenbau üblich war und ist). Die Gesamtbaukosten vermindern sich dadurch meistens um die Einsparung der Grunderwerbssteuer für den Hauspreis. Der angeblich teure Bau kann dadurch zum preiswerten Bau werden.

5.       Eigengeld und/oder Eigenleistung sollten 20 bis 30 Prozent sein.

6.       Machbarer Zeitplan: Der Vorlauf sollte ausreichend sein, damit alle Planungsarbeiten und Besprechungen vor Baubeginn erledigt sind. Beim Fertighaus wird ein Teil der Bauzeit in die Fabrik verlegt. Vorarbeiten, wie Baugrund-Untersuchung, eventuelle Wasserhaltung, Keller- und Fundamentarbeiten, Stellung eines Wasser- und Elektroanschlusses, Herstellung einer Zufahrt, kosten zusätzlich Geld, das eingeplant werden muss und auch Zeit. Ein Terminplan bestimmt dann den Fertigstellungstermin. Von einem gewissen Zeitpunkt an sollte möglicherweise eine Konventionalstrafe festgesetzt werden (beispielsweise nach 6 Monaten).

7.       Alle Kosten sollen enthalten sein. Ökologische Maßnahmen aller Art erhöhen zunächst die Baukosten. Kosten der Genehmigungen und einer vielleicht geforderten Prüfung der Festigkeitsberechnung oder Statik, Kosten der Architekten und Ingenieure, der Außenanlagen, der öffentlichen Hausanschlusskosten und Anliegerbeiträge. Wer sich gerne streitet, sollte auch die Anwaltskosten (vorher genau erfragen) einrechnen, denn selten wird ein Prozess gewonnen. Gesundes wohnen und „Home wellness“ sind meistens weitaus preiswerter als häufiger Urlaub, trotzdem müssen die Kosten vorher eingeplant werden.

8.       Mit oder ohne Keller bauen? (siehe hier Problemfall Keller?) .

9.       Reale Teilung oder Wohneigentum? Zuletzt noch die große Frage, will man beim Wohneigentum mit allen Miteigentümern gemeinschaftlich haften und viel Wohngeld für Arbeiten, Gärtner etc. zahlen - oder kann man sich ein Haus auf eigenem Grundstück erlauben. Die Beantwortung ist von vielen Faktoren abhängig. Häufig werden die Grundstücke so eng bebaut, dass eine reale Teilung, bei der nur ein/e Eigentümer/in im Grundbuch steht, nicht möglich ist. Trotzdem ist jedes Eigentum abgeschlossen. Darum müssen die Bauvorlagen zur Erteilung einer Abgeschlossenheitsbescheinigung bei der Baubehörde – genau wie bei der Eigentumswohnung – eingereicht und von der Behörde genehmigt werden.

10.    Kann es auch gebraucht sein? Für und gegen die Gebrauchtimmobilie sprechen fast gleich viele Gründe. Zuerst ein paar Gründe dafür: Oft erheblich geringerer Anschaffungspreis und damit wenig Eigengeld erforderlich Nach Einzug ergeben eigene Arbeit Eigenleistung. Möglichkeit in Gegenden mit geringem Angebot zu ziehen. Gründe dagegen: Meistens erheblich geringere Wärmedämmung und damit höherer Energieverbrauch. Reparaturarbeiten in oft größerem Umfang notwendig. Wärmedämmung, Heizung und Energiezufuhr müssen häufig verbessert werden.

Eventuell auch an einen Erwerb über die Versteigerung (Gericht anfragen) nachdenken. Zur Gebrauchtimmobilie siehe auch http://www.haussanierungspraxis.de/ .

 

Übersicht über die Wohneigentumsarten (NE 1.2)

Nr.

Immobilienart

Einige Vor- und Nachteile*

1

Gebrauchtimmobilie

Oft nur Grundstückswert, Renovierung, Umbau evtl. erf.

2

Denkmalschutz-Immobilie

Preiswertkauf mit höchster AfA, oft  teure Auflagen

3

Neubau Einfamilienhaus (EFH)+DHH+Reihenhaus

Größte Freiheit, Grundstückspreise fallend

4

Neue ETW

Eigentümergemeinschaftsverwaltung verteuert

5

Alte ETW

Hausrenovierung durch Gemeinschaft oft teuer

6

Vermietwohnungen

Bei Nachfrage + Lage (prüfen) gute Rendite

7

Um- und Anbau

Oft die preiswerte Lösung zur rentablen Nutzung

8

Vermiet-Gewerbeimmobilien

z.T. große Leerstände (überprüfen- z.b. HH 1 Mio. qm)

9

Eigenbedarf-Gewerbeimmo.

Scharf kalkulieren u. Unterhaltskosten verringern

10

Immobilien-Investment

In Deutschland evtl. zukünftige Leerstände (prüfen)

*Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit  ( Bauberater zum speziellen Fall befragen).

Einige Vor- und Nachteile bei Wohneigentumsarten

(Wärmedämmung mindestens gemäß EnEV)

Nr.

Maßnahme

Evtl. Vorteile

Evtl. Nachteile

1

Eigentumswohnung (ETW)

Meistens stadtnäher und geringere anteilige Grundstücks- und Baukosten. Sehr energiesparend.

Ähnlich einer Mietwohnung, Alles muss sich der Wohngemeinschaft unterordnen. Bauliche Änderungen sind nur mit deren Genehmigung zulässig.

2

Reihenhaus (RH)

Preisgünstig und wegen der Nachbarwände energiesparend. Niedrige Grundstückskosten.

Mehr Lärm durch die Nachbarn, oft langer Weg zum Parkplatz, kleines Grundstück. Vieles muss mit der Wohngemeinschaft beraten werden.

3

Doppelhaushälfte (DHH)

Fast ein Einzelhaus mit dessen Vorteilen und preiswerter. Nur ein Nachbar.  

Eine (evtl. laute) Nachbarwand. Weil meistens Wohneigentum (WE), ist auch hier oft noch die Zustimmung des Nachbarn erforderlich.

4

Einzelhaus (EH)

Der Traum: Nachbar braucht nicht gefragt zu werden, mehr Gartenfläche, Einliegerwohnung möglich

Mehr Wärmeverlust, höhere Bau- und Unterhaltskosten, größeres Grundstück erforderlich.

 

Hauptbaustoff:

 

 

5

Massivhaus

Außen meistens besserer Schall- und Brandschutz. Höchste Haltbarkeit. Keller oder Gründung gehören zur Gesamtausführung

Hohes Gewicht. Bauzeit 3-8 Monate für EH oder DHH

6

Fertighaus

Die Bauzeit wird in die Fabrik verlegt. Dadurch z. T. geringere Zwischenfinanzierungskosten (in ca. 4 Wochen fertig).

Keller oder Gründung werden bei der Bauzeit und Herstellung oft ausgeklammert. Wände durch Folie (EnEV) abgesperrt.

7

Holzhaus

Vermittelt das Gefühl eines gesunden Raumklimas (ist es meistens auch).

Gründung wird bei der Bauzeit oft ausgeklammert. Folienabsperrung der Wände (EnEV) z. T.  notwendig (wird bei ausl. Bietern leicht vergessen.).

 

 

 

























 

 

 

 

 

 

 

 

Und immer gehört dazu der

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude - nach dem Bedarf anhand der Hausdaten ermittelt - evtl. mit Vorschlägen zur Verbesserung.

 

Die Gebraucht-Immobilie (NE 1.3)

Immobilienmakler haben heute meistens damit zu kämpfen, dass Rentner – die in ein privates Alten- oder Pflegeheim einziehen wollen oder müssen – leidvoll erfahren, dass sie weniger für ihr Eigenheim erhalten als ihr Nachbar noch vor wenigen Jahren. „Woher kommt dies?“ fragen sie dann ungläubig. Sie glauben es oft nicht, gehen zum nächsten Makler und bleiben oft bei demjenigen, der ihnen hohe Preise verspricht. Sie verkaufen dann nicht, warten ein Jahr – und schon wieder sind die Preise gefallen. Selbst der „Gutachterausschuss“ der die Preise des Vorjahres gesammelt und ausgewertet hat, liegt folglich mit seinen Preisangaben oft nicht mehr richtig. Die Rufnummer des Gutachterausschusses kann man meistens auf dem Bauamt oder am „Bürgertelefon“ erfragen.

Die Leerstände sind insbesondere in den letzten Jahren in vielen Gebieten Westdeutschlands im Gewerbebau erheblich mehr geworden. Im Wohnungsbau sind sie besonders in Ostdeutschland hoch. Entsprechend fallen teilweise die Preise. Andererseits steigen sie wieder, z. T. erheblich, bei den Eigentumswohnungen. Selbst bei Eigenheimen aller Art stagnieren sie, teilweise aus Angst vor Inflation, wegen der Finanzkrise. Bei der gebraucht-Immobilie können u. U. erhebliche Kosten für die Haussanierung, vor allem wegen der Bestimmungen zur Energieeinsparung nach 2009, hinzu kommen. Dies wird durch den Energieausweis dokumentiert.Siehe hierzu www.haussanierungspraxis.de .

Die Zeitschrift DER SPIEGEL meinte dazu in Heft 9/04 unter dem Titel Büroblase: „Lange Zeit galten Immobilien in Deutschland als sicherste Form der Geldanlage. Nun stehen quer durch die Republik Gewerbeflächen leer, und auch Wohnhäuser und Eigentumswohnungen verlieren an Wert. Sinkende Geburtenraten und Überangebote drücken die Preise weiter.“

Vor allem ist es aber die zunehmende Verminderung der Anzahl der Beschäftigten und der Einkünfte der Bevölkerung, gleichgültig ob Arbeiter, Angestellte, Rentner oder Unternehmer. Die Zahl der Insolvenzen hat eine nie gekannte Höhe erreicht. Hinzu kommt der immer wieder – vor allem von Grünen-Mandatsträgern – vorgetragenen Wunsch, Sparguthaben und Immobilienbesitz mit Steuern zu belegen. Da beides aus versteuertem Geld, sehr oft als Altersversorgung, angesammelt wurde, handelt es sich bei dieser Steueridee einmal um eine Enteignung und sodann um eine unsoziale Wegnahme von Altersversorgungen, die nur dann etwas gerechtfertigt wäre, wenn man auch Beamten und Rentnern versteuerte Altersversorgungen noch einmal versteuern würde, was unzulässig ist.  Hinzu kommt, dass eine Immobiliensteuer entweder die Mieten erhöhen oder weitere Leerstände bringen würde. Weitere Leerstände oder sinkende Mieteinnahmen würden geringere Staatseinnahmen nach sich ziehen.

Im vorgenannten SPIEGEL 9/04 wird von Leerständen und hohem Preisverfall im Immobilienbereich berichtet. Eine Tabelle (Quelle: Bulwien AG, Economist) vergleicht die Entwicklung der Preise mit dem Jahre 1975. Im Jahre 1995 lagen die Preise mit etwa + 10 bis 15 % in Deutschland, USA, Frankreich, und Großbritannien noch fast gleich. Im Jahre 2003 dagegen entsprachen sie in Deutschland dem Stand von 1975 (Tendenz nach unten), in den USA dagegen ca. +35 %, in Frankreich ca. +60 % und in Großbritannien ca. +125 %. Auf einer Karte wird dann der Preisverfall gezeigt. Einige Werte sollen nachfolgend kurz tabellarisch wiedergegeben werden:

Preisverfall von 1992 zu 2003 in %, inflationsbereinigt als Auszug (aus Spiegel 9/04)

 

München

Frankfurt

Köln

Düsseldorf

Hamburg

Berlin

Dresden

Halle

Büro

-25%

-29%

-17%

-38%

-36%

-59%

-67%

-54%

Wohnung

-17%

-6%

-4%

-7%

-13%

-16%

-44%

-35%

Haus

-13%

-6%

+5%

-18%

-5%

-22%

-13%

-10%

Die Leerstände (hier bei Büroflächen) sind teilweise Ursache des Preisverfalls (7. 10. 06 HA).

Nachfolgend lt. Aengevelt Reasearch Flächen, die seit mindestens 5 Jahren zu 50 % oder mehr leer standen.

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Berlin

Leipzig

Hannover

Köln

Düsseldorf

Dresden

Bremen

Hamburg

München

Frankfurt

35 %

33 %

31 %

30 %

24 %

24 %

17 %

13 %

11 %

10 %

Gewerbe-Immobilieninvestitionen sind in Deutschland in Orten empfehlenswert, in denen im Vergleich zur Ortsgröße Investitionen geplant sind und Innovationen möglich sind, die langfristig den Flächengewerbebedarf erhöhen. Ein Beispiel ist die Kleinstadt  Wittenburg, direkt an der A 24 Hamburg-Berlin. Schon jetzt stellt Dr. Oetker dort in seinem modernen Werk Pizza für Ost und West einschließlich Italien her. Weitere Großbetriebe haben sich angesiedelt und zur Jahreswende 2006/7 eröffnete das moderne Snow-Center, eine der größten überdachten Wintersportanlagen Nordeuropas und Anzugspunkt für Wintersportler besonders aus den skandinavischen Ländern. Info  www.wittenburg.de .

Und immer gehört dazu der

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude - nach dem Bedarf anhand der Hausdaten ermittelt - evtl. mit Vorschlägen zur Verbesserung.

 

Erwerb der Gebrauchtimmobilie (NE 1.4)

Wenn der Nachbar gerade in gleicher Größe und Lage seine völlig gleiche Immobilie verkauft hat, ist der Wert leicht im Vergleichsverfahren zu ermitteln. Doch dies kommt sehr selten vor.. Für die reinen Grundstückskosten gibt es allerdings sehr häufig Vergleichswerte. Der Gutachterausschuss (im Telefonbuch oder bei der Baubehörde die Rufnummer erfragen) kennt meistens die Grundstücks-Vergleichspreise, die allerdings frühestens aus dem Vorjahre stammen können. Bei fallenden Preisen sind die Preise des Gutachterausschusses immer zu hoch und bei steigenden zu niedrig.

Der Abbau von Arbeitsplätzen und die Verlagerung von Firmen hat deshalb große Auswirkungen auf die Immobilienpreise, weil gleichzeitig die verbleibenden mittelständischen Firmen und Freiberufler immer mehr in ihren Einnahmen beschnitten werden. Andernfalls könnten sie, und junge Neuunternehmer, ja auch leicht mehr Platz für ihr Büro gebrauchen.

Die Preise für Immobilien sind seit 1996 aus vorgenannten Gründen im Abwärtstrend begriffen. Dies muss leider in die beschriebene Wertermittlung einfließen: Das Sachwertverfahren für Omas Häuschen, das Ertragswertverfahren für das Vermietobjekt.

Die Wertermittlung sollte beim Kauf jeder Gebrauchtimmobilie erstellt werden: Für die Kreditgeber, bei der Erbauseinandersetzung für die Erben und vielleicht auch für das Finanzamt, wenn die Grundsteuer wegen eines zu hohen Einheitswertes zu hoch ist – oder werden kann. 

Und immer gehört dazu der

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude - nach dem Bedarf anhand der Hausdaten ermittelt - evtl. mit Vorschlägen zur Verbesserung

 

Erwerb durch eine Versteigerung (NE 1.5) 

Jährlich wuchs die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien, fast parallel den Insolvenzen, erheblich. Im Jahre 2003 mit fast 92.000 wieder über 4 % mehr als im Vorjahr. Allerdings ist Deutschland dabei nicht mit den USA und der dortigen und hiesigen Bankenkrise durch US-Immobilienpleiten zu vergleichen.

Weil die Versteigerungsobjekte meistens oft zu hoch belastet sind, wollen die Banken einen möglichst hohen Preis erzielen. Oft ist liegt dieser Preis nur 10 bis 30 % unter dem Verkehrswert der Schätzung. Und da ist Vorsicht geboten. Allein die heutigen Bestimmungen zur Energieeinsparung machen ältere Häuser oft fast wertlos. Zuerst erkundigt sich der Interessent nach den Versteigerungsobjekten und Terminen: Info bei den Amtsgerichten und z. B. www.immobilien-auktionen.de , www.argetra.de

Dann werden die interessanten Objekte, eventuell mit einem Bauberater zusammen, soweit wie möglich besichtigt, manchmal können auch Nachbarn zusätzlich Auskunft erteilen. Das Ergebnis der Besichtigungen sollten Preislimits unter Einbeziehung aller Kosten und Reparaturen sein. Dann geht es los: Die Versteigerung beginnt und bei 30 % unter der Wertschätzung hat auch die Bank beim ersten Versteigerungstermin häufig ein Limit gesetzt. Vielleicht war ja die Schätzung auch viel zu hoch und orientierte sich an alten Preisen der Gutachterausschüsse. Es kann ja noch preiswerter werden.

Und richtig: Ein nächster Termin wird bekannt gegeben. Innerhalb von 30 Minuten können Gebote aufsteigender Art abgegeben werden. Wer dann den Zuschlag erhält, muss 10 % des Wertes als Sicherheit in bar oder als Scheck mit Bankbestätigung als Anzahlung hinterlegen. Das „Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung von Grundstücken (ZVG 108)“ regelt den Ablauf der Versteigerung genau. Einfach im Taschenbuch vom Verlag C.H. Beck aus München erwerben und schon weiß man mehr.

Interessant wird eine Versteigerung erst, wenn man ein richtiges Schloss in schönster Lage, vielleicht sogar mit Nebengebäuden, ersteigern kann. Dankwart Guratzsch berichtet (14. 3. 04 in WamS), „seit die Kulturstaatsministerin Christina Weiss das Förderprogramm Dach & Fach gekippt hat, ist es um das Überleben bedeutender Kulturdenkmale schlecht bestellt. Auf Auktionen werden Kleinodien der Baukunst nun zu Wurstbudenpreisen feilgeboten.“ Also das Schloss ist in Deutschland billiger als das Einfamilienhaus. Dazu gibt es dann noch Fördergeld, also nichts wie ran! 

Und immer gehört dazu (ist aber bei der versteigerung oft nicht vorhanden) der

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude - nach dem Bedarf anhand der Hausdaten ermittelt - evtl. mit Vorschlägen zur Verbesserung.

   

Weitere Wege zum Wohneigentum (NE 1.6) 

A Um- und Anbau: Diese Baumaßnahme ist, wegen der vorhandenen Erschließung und vieler zusätzlicher Vorteile, fast immer von rechnerischem Vorteil. Nicht vermietbare Räume werden dadurch oft vermietbar, oder durch Aufstockung wird preiswerter Zusatzwohn- oder Büroraum geschaffen. Bewährt hat sich hierbei eine neue Bauweise aus Betonfertigteilen, die die untere Einrüstung bei schneller Fertigstellung spart. Die übrigen Hinweise entsprechend weitgehend denen des Neubaues.

B Wohneigentum bei der Eigentumswohnung: Zuletzt noch die große Frage, will man beim Wohneigentum mit allen Miteigentümern gemeinschaftlich haften, vielleicht sogar die Kosten zahlungsunfähiger Miteigentümer mit übernehmen müssen  - oder kann man sich ein Haus auf eigenem Grundstück erlauben. Die Beantwortung ist von vielen Faktoren abhängig. DasWohneigentumsgesetz bestimmt die Rechte und Pflichten der Wohneigentümer. Siehe unter www.gesetze-im-internet.de . Wenn viele Häuser auf kleinem Grundstück stehen, ist meistens keine reale Teilung möglich. Dann ist auch dies Wohneigentum (z. B. RH, DHH).

Und immer gehört zu A und B der

ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude - nach dem Bedarf anhand der Hausdaten ermittelt - evtl. mit Vorschlägen zur Verbesserung.

C Die Immobilien-Fonds: Fast ausschließlich für Bürobauten und Ferienwohnungen eingesetzt, weil insbesondere Bürobauten meistens erheblich mehr an Miete bringen als Wohnbauten. Das erleichtert die Finanzierung und die Anwerbung von Fonds-Kunden. Mit großem Aufwand wurden Kunden zum Kauf von Fondsanteilen geworben. Den Fonds flossen Milliarden zu, die aber, wie die US-Bankenkrise zeigte, oft nicht sehr rentierlich investiert waren. Die offenen Fonds mussten häufig geschlossen werden. Über das angelegte Geld kann dann oft nicht mehr verfügt werden.

Wegen der oft hohen Leerstandsrate im Bürobereich muss teilweise von den Anlegern Geld nachgeschossen werden. Bei der Kaufauswahl muss auf den Leerstand und die Vermietbarkeit der im Fond enthaltenen Immobilien geachtet werden. Durch die anonyme Verwaltung ist es kein Wohneigentum im alten Sinne. 

 

Fertig- oder Architektenhaus – Holz oder massiv ? (NE 1.7)

1. Fertig als Holz- oder Massivbau

„In zwei Monaten bezugsfertig“ steht in der Überschrift zu den Vorteilen des Fertighauses aus der Fabrik oder Werkstatt. Daran sieht man doch, wie tüchtig einige Leute in der Bauwirtschaft sind. Zuvor müssen allerdings die Fundamente und sogar der Keller erstellt werden. Da wird saubere Arbeit verlangt, die der Fertighauslieferant, bevor das Haupthaus darauf gestellt wird, erst abnimmt. Vielleicht wird noch nachgebessert. Also, drei Monate sind bis zum Einzug mit Keller und Erdarbeiten meistens mindestens verstrichen.

Und da kommt doch tatsächlich ein Massivhaushersteller und sagt, er sei auch in 3 Monaten fertig. Der eine – wohlgemerkt – der andere braucht 6 Monate. Der nächste vielleicht sogar 8 Monate. Es kommt auf den Unternehmer, die Bauherrenänderungswünsche, die Hausgröße und noch viel mehr an.

Also, was nehmen wir nun? Andere Vor- und Nachteile müssen ins Spiel – in die Jagd nach dem Kunden – gebracht werden: Die Wärmedämmung ist beim Fertighaus größer! Das musste sie nach den Vorschriften schon immer sein. Aber nicht, um dieser Bausparte einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, sondern, weil die Wärmespeicherung des Massivbaus – zumindest bislang – beim Holzfertighaus fehlte. Wieso denn Holzfertighaus? Weil die Fertighäuser, auch wegen des leichten Transportgewichts, meisten in Holzständer-Bauweise in der Werkhalle erstellt werden. Natürlich in bester Qualität, teilt die Bundes-Gütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser (BMF) mit. Ein einheitlich hoher Standart ist sowohl im handwerklichen als auch im industriellen Holzhausbau gewährleistet. Das fertige Haus braucht aber nicht immer aus Holz zu sein. Einige Anbieter setzen ein Haus auch aus großen Wandplatten in Leca, Porenbeton  oder Beton zusammen. Sie nennen es dann aber lieber massiv als fertig.

Da kommt noch das gesunde Blockhaus aus dem Norden, das „atmungsfähige“ Haus, ins Spiel. In der EnEV (siehe dort) steht aber, dass das Haus von innen luftdicht, winddicht sein muss. Nur Putz ist luftdicht und braucht nicht, wie alle Holzbauteile – auch das Dach -  mit einer Folie überspannt zu werden. Also wieder nichts an Vorteilen. Doch: In der Werkhalle, geschützt vor dem Regen, ist die Gefahr vor Fehlern bei der Ausführung schon etwas geringer. Autos werden oft jahrelang getestet, bevor sie auf den Markt kommen. Häuser sollen dagegen gleich (fast) richtig sein.

Die Fertighaushersteller feiern im Mai sehr gerne den „Tag des Deutschen Fertighauses“. Im Hamburger Abendblatt berichteten Anette Bethune und Conrad Bauer-Schlichtegroll über Fertighäuser und die Familie Kopp: „Den Bauantrag haben wir im Mai gestellt, im Dezember konnten wir einziehen“, sagt Susanne Kopp. Das sind dann 7 Monate, eine Zeit, die auch für Massivhäuser reicht. Nach Erteilung der Baugenehmigung braucht jeder Unternehmer noch eine Vorplanungszeit von mindestens einem Monat, dann erst kann er anfangen. Trotzdem wird in viele Massivhäuser schon 4 Monate nach Erteilung der Baugenehmigung eingezogen. Schon aus diesen Zeitangaben ist ersichtlich, dass der oft wiederholte Politiker-Vortrag über die Verkürzung der Genehmigungszeiten als Vorreiter von Bürokratieabbau, wohl eher von wirklich notwendigen Reformen ablenken soll, denn 14 Tage mehr oder weniger spielen bei der Baugenehmigungszeit beim Vergleich mit den zuvor genannten Zeiten meistens nicht die große Rolle.

Auf der gleichen zuvor genannten Seite des Hamburger Abendblattes äußerte sich (15. 5. 04) der Geschäftsführer des TÜV Nord Bauqualität, Dipl.-Ing. Pinkofsky, zu Unterschieden der Holzrahmenbauweise von Fertighäusern zur Massivbauweise wie folgt:

Die Holzrahmenbauweise: 

  • die Vorfertigung im Werk ermöglicht witterungsunabhängigen Bau und eine kurze Bauzeit;
  • geringe erforderliche Außenwandstärken, die gut gedämmt werden können, führen zu größerer nutzbarer Wohnfläche;
  • auf Grund der Trockenbauverkleidungen statt Verputzung ist die anfängliche Baufeuchte gering;
  • die Verwendung von Holz als Hauptbaustoff ist unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll;
  • erhöhter konstruktiver Aufwand zur Erzielung eines ausreichenden Schallschutzes;
  • geringe Wärmespeicherfähigkeit, da leichte Bauteile verwendet werden;
  • aufwendige und oftmals fehlerhaft ausgeführte Abdichtungen in Nassbereichen (besonders Bäder in den Obergeschossen);
  • eine dichte Gebäudehülle wird fast ausschließlich über die Dampfbremsebene erreicht, weshalb der Aufwand, um eine fehlerfrei ausgeführte Dampfbremse zu erzielen, hoch ist;
  • relativ hoher konstruktiver Aufwand, um einen ausreichenden Feuchtschutz im Bereich der Außenwände zu erreichen;
  • niedrigere Gesamtnutzungsdauer gegenüber Häusern in Massivbauweise. Dies ist ein Resultat des Forschungsberichts zum Einfluss der Bauweise auf die Bewertung von Wohngebäuden durch Prof. Armin Ohler von der Fachhochschule Buxtehude.

 

Die Massivbauweise:

  • Guter Schallschutz sowie gute Wärmespeicherfähigkeit auf Grund der hohen Rohdichte der verwendeten Baustoffe;
  • höherer Heizungs- und Lüftungsaufwand durch erhöhte Baufeuchte in den ersten Jahren;
  • sehr gute Wertbeständigkeit der Massivbauweise auf Grund höherer Marktakzeptanz, wie die Studie von Prof. Arnim Ohler ebenfalls gezeigt hat.“

Die Untersuchungen des Prof. Ohler beziehen sich selbstverständlich auf die Vergangenheit. Änderungen können immer eintreten. Beispielsweise erfand das Frauenhofer-Institut eine Trockenplatte für Fertighäuser, die eine Wärmespeicherfähigkeit erlaubt. Den höheren Heizungs- und Lüftungsaufwand bei der Massivbauweise in den ersten Jahren sollten sich alle Bauher/r/in/en, Sachverständige, Anwälte und Richter besonders einprägen, wenn sie Feuchte Wände oder ausblühende Steine entdecken. Statt eines Baustreits um Grundbegriffe der Physik hätten die Bauherren dann lieber ein Fertighaus in Holzrahmenbauweise kaufen sollen.

Das Fertighaus ist mit Keller oder Fundamenten sehr oft in rund 3 Monaten fertig, deshalb vielleicht der Name Fertighaus. Wenn das Massivhaus auch in drei Monaten fertig ist, dann muss es nach Adam Riese vielleicht auch ein Fertighaus sein. Der Leser hat hiermit die Beweisführung, dass beide Häuser zumindest zuletzt fertige Häuser sind, wenn sie gleich gut in Deutschland gefertigt sind. Alle Baustoffe (abgesehen vom Holz aus dem Walde) bedürfen in Deutschland einer teuren bauaufsichtlichen Zulassung. Wer einmal andere Länder bereist hat, der weiß, wie gut deutsche Materialien sind und Arbeit ist. Er sollte sich auch von Baugutachtern nicht immer etwas anderes einreden lassen. Ein Haus wird eben, anders als ein Auto, meistens zum ersten Mal gebaut.

Info Fertighäuser: www.fertighaus.de  - Eine neuartige Art der Hozrahmenbauweise wurde als "Massiv-Holz-Mauer" entwickelt. Dabei wurde auch auf "Gesundes Wohnen" (siehe bei www.haussanierungspraxis.de ) wert gelegt: www.massivholzmauer.de .

Info Massivhäuser z.- B. : www.massiv-mein-haus.de 

 

2. Der Architekt oder Bauingenieur als ehrlicher Vertreter

„Ehrlich währt am längsten“, heißt ein altes Sprichwort, an das die meisten Bürger kaum noch glauben.

Ganz anders der Architekt, Bauingenieur oder Bauberater. Er darf (wenn er nicht baugewerblich Häuser anbietet) keine Vergünstigungen von Firmen für die Beauftragung annehmen, wenn er gleichzeitig Honorar nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) berechnet.

Die Honorarordnung findet sich unter www.hoai.de . Ganz nebenbei: Alle sind selbstredend ehrlich – auch die im Absatz davor genannten Berufe, andernfalls sollte die jeweilige Kammer informiert werden.

 

3. Festpreishaus, vom Bauträger mit Grundstück oder Baugemeinschaft.

Wer das Grundstück hat und sich dazu ein Haus zum Festpreis kauft, spart zumindest die Grunderwerbssteuer für einen evtl. Bauträgerverdienst am Grundstück. dafür muss er sich um die Erschließung und die Außenanlagen selbst kümmern oder einen Architekten oder Bauingenieur beauftragen.

Bei Eigentumswohnungen ist meistens noch der Kauf vom Bauträger üblich. Immer öfter schließen sich aber auch Eigentumssuchende zu Baugemeinschaften zusammen und sind dann Bauherren. Sie kaufen zusammen das Grundstück, beauftragen einen Planer, finanzieren und erfüllen sich ihren Traum. Oft sind es auch etwas ausgefallene Träume.- So berichtete Axel Tiedemann (in HA 21./22. 5. 11) von einer Baugemeinschaft, die sich in der Hamburger Hafen-City das größte Holzhaus Hamburgs bauen wollte. Sie wollen dadurch auch den evtl. Verdienst des Bauträgers selbst verdienen. (siehe auch www.baugemeinschaften.hamburg.de ).

Julia Schaaf beschrieb (in der FAS 22. 5. 11) bei ihrem "Lebenstraum in tausend Teilen" die Baugemeinschaft als das Modell für alle, die nicht zu viel fürdie eigene Wohnung ausgeben wollen. "Der Preis dafür sind endlose Diskussionen und viele Kompromisse. Am Ende kennt jeder jeden - manchmal zu gut." Sie schreibt als Beispiel über das Innenleben einer Berliner Baugemeinschaft.

 

Mit oder ohne Keller ? (NE 1.8)

Bei einem Festpreishaus ist besonders wichtig, dass nichts fehlt. Die Baubeschreibung gibt sodann Gelegenheit selbst noch einmal zu überdenken, ob alles so richtig ist.

Zunächst sollte dabei – auch aus Energieeinspargründen – überlegt werden, ob der Keller nicht eingespart werden kann. Deshalb noch einmal zum

1. Ein Keller ist kein Aufenthaltsraum:

„Ein Keller ist eine dolle Sache“, meinte die Oma immer und meint man vielleicht ja selbst auch. Da könnte ein Büro oder/und auch Gästezimmer hinein, oder der Partykeller für die einmal jährlich gefeierte Party, der Wäsche- und Bügelraum, der PC des Jungen und so weiter – vor allem aber die leeren Kartons, wenn neue Geräte gekauft wurden.
Wir haben nun die Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten: Die Wärme soll nicht in den Keller wandern. Unbeheizte Kellerräume müssen gegen beheizte Räume wie im Erdgeschoss gedämmt werden. Beheizte Räume wiederum müssen nach außen und unten genau wie die Erd- und Obergeschosswände gedämmt werden. Und öffentliche Geldgeber fordern oft eine noch höhere Dämmung als die EnEV. Das kostet richtig Geld. Die Kellertreppe sollte deshalb nicht nach unten offen sein, andernfalls sollten die Kellerwände um den Kellerabgang einschließlich der Sohle die erhöhte Wärmedämmung der oberen Geschosse aufweisen.

2. Die Zusatzkosten können erheblich sein

Bei kleinen Grundstücken muss, insbesondere bei bindigem Boden, oft der gesamte Aushub abgefahren werden. Das kostet weiteres Geld. Und schließlich muss dann vielleicht noch Boden für eine Sandhinterfüllung geliefert werden, wenn es unter der Terrasse etwas trockener bleiben soll, eine Drainage mit Pumpe ist vielleicht notwendig, die braucht wiederum eine Dränschicht gemäß DIN 18195-10 auf der Außenisolierung - oder eine Hinterfüllung mit gewaschenem Filterkies. Dies ist schon genug. Es kommt aber noch besser: Eigentlich darf heute evtl. Drainagewasser meistens nicht in einen Graben oder ein Regensiel eingeführt werden. Dann ist ein wasserdichter Keller, möglichst aus Beton (weiße Wanne) oder als so genannte schwarze Wanne (mit Bitumen abgeklebte Außenhülle) erforderlich. Wenn der Unternehmer einen Keller mit Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit angeboten hat, können die Mehrkosten also bedeutend sein, vielleicht sind sie genau so teuer wie der Keller selbst.

Ein Bodengutachten, mindestens aber Sondierbohrungen (mit einer geschlitzten Sonde) und einem Schichtenverzeichnis als Ergebnis sollten vor Überraschungen schützen.

Sollte sich dabei herausstellen, dass der Boden nicht ausreichend tragfähig ist, wie z. B. der Marschboden oder nahe einem verlandeten Gewässer, bei sehr weichem Lehmboden oder Geschiebemergel, ist vielleicht eine Pfahlgründung mit darüber liegenden Balken oder als Balken oder Platte auf elastischer Bettung nach dem Steifeziffer- oder Bettungsmodulverfahren erforderlich.

3. Die „Weiße Wanne“ ist  zementgrau

Ab 2005 schreiben DIN EN 206-1/DIN 1054-2 vor:  Wasserundurchlässig heißt Beton mit hohem Wassereindringwiderstand. Der darf in die Überwachungsklasse 1 eingeordnet werden, wenn der Baukörper maximal nur zeitweise aufstauendem Sickerwasser ausgesetzt ist und wenn nichts anderes in der Projektbeschreibung festgelegt ist. Die Überwachungsklasse 1 gilt für Normal- und Schwerbeton => C25/30. Für die richtige „Weiße Wanne“ gelten heute die Überwachungsklassen 2 und 3. Hierbei muss das Bauunternehmen über eine ständige Betonprüfstelle verfügen (wer hat die?). Die Ergebnisse müssen sodann durch eine anerkannte Überwachungsstelle überprüft werden (Fremdüberwachung). Geld spielt also keine Rolle mehr. Am besten macht man gar nichts mehr.

Beim Beton sollten besonders die Nachbehandlungsdauer nach DIN 1045-3 entsprechend der eingekauften Festigkeitsentwicklung (schnell, mittel, langsam), sowie die Nachbehandlung allgemein und der Schutz des Betons beachtet werden.

Beton-Lieferfirmen bieten – neben weiteren Anbietern – häufig gleich die „Weißen Wannen“ mit an: www.pillat-bau.de im Norden.

Im Neubau benötigt das eingebrachte Wasser mindestens rund 1 Jahr, bis es wieder entwichen ist. Dies gilt auch für die „Weiße Wanne“. In Heft 10/2000 beton untersucht der „Betonpapst“ Lohmeyer in „Bauwerkssohlplatten aus WU-Beton: Bauphysikalische Besonderheiten“. Das Ergebnis: Die Diffusion aus dem Grundwasser beträgt 0,8 – aus dem Beton 6,1 und durch Tauwasserbildung 72 g/(qm x d). Aus dem Grundwasser kommt also vergleichsweise nichts. Bei Sohlen und Wänden sollte aber die Abtrocknung möglich sein. Ein Bodenbelag sollte diffusionsoffen sein. Eine Sohlabklebung ist dann nicht nur unnötig sondern eher schädlich.

Weil nun der Beton Arbeits- oder Fertigungsfugen aufweist, geht die Angst um, dass selbst die weiße Wanne nicht dicht ist und die Außenwand hier und da von eindringender Feuchtigkeit schwarz wird. Eine zusätzliche Abklebung am unteren Sohlaufsatzpunkt mit rund 15 cm Sohlüberstand und über Arbeitsfugen soll restliche Sicherheit bringen. www.contec-bau.de , www.dichte-keller.de

4. Kellerfeuchtigkeit und Schimmelpilz

Bei im Erdreich ungedämmten Kellerräumen – und selbst bei gedämmten Räumen kondensiert an den Wänden, die kälter sind als die Innentemperatur, die wärmere feuchte Luft. Je höher die Luftfeuchtigkeit und Temperatur, desto mehr Kondenswasser und damit Feuchtigkeit an den Wänden.

Besonders dann, wenn im Sommer Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei geöffnetem Fenster hoch sind, werden die Kelleraußenwände immer feuchter. Wenn zusätzlich noch gewaschen und getrocknet wird, erhöht sich die Feuchtigkeit weiter. Hinter Möbeln kann die Luft nicht zirkulieren. Hier ist die Gefahr einer Schimmelbildung besonders groß. Kurz und kräftig ( ca. 10 Min.) und nicht bei Regenwetter lüften, bei besonders heißem Wetter überhaupt nicht

Eine Schimmelbildung an den Kelleraußenwänden ist also oft kein Baumangel, sondern weitaus häufiger ein Wohnmangel, für den ein Mieter nach Gerichtsurteilen nicht nur selbst haftet, sondern gegenüber dem Vermieter sogar schadensersatzpflichtig wird.

Doch selbst gut geschütztes Mauerwerk oder auch Betonwände sind mindestens ein halbes Jahr noch feucht. In dieser Zeit muss besonders auf trockene Benutzung – wie oben gesagt – geachtet werden, auch – um den Schimmelpilz zu vermeiden.

Luftentfeuchter z. B. www.brune.info.de , www.ceresit.de

Die Stiftung Warentest empfiehlt (5/2002), den Schimmelpilz trocken abzuwischen, sodann Alkohol, Brennspiritus oder konzentrierte Essigsäure aufzusprühen und dies anschließend mit Papiertüchern abzuwischen und in geschossener Plastiktüte im Mülleimer zu entsorgen.

Keller-Feuchtigkeitsisolierungen, wie Bitumen-Dickbeschichtungen einiger Fabrikate, haften oft nicht auf feuchten Außenwänden oder Kellersohlen. Wenn dies bei feuchtem Untergrund nicht beachte                                wurde, muss die Arbeit wiederholt werden oder es muss eine Dichtung von innen vorgenommen werden. Und wieder könnte der berühmte Schimmelpilz auftauchen.

Dichtungen von innen z. B. www.isotec.de

Es ist sicher vorteilhaft, in eine erhöhte Wärmedämmung und Anlagentechnik des Hauses zu investieren. Die Einsparung eines Kellers spart ein Vielfaches dieser Kosten. Oma brauchte den Keller für Vorräte, Einkellerungskartoffeln, einen Waschkessel, einen Trockenkeller usw., deshalb war für Oma auch der Keller besonders wichtig. Heute wäre er auch gut, wenn die Bodenverhältnisse einen preiswerten Keller erlauben oder ausreichend Baugeld vorhanden ist.

5. Der Keller ist oft allerdings ein wichtiger Zusatzraum

Wer nun weiß, dass der Keller im Normalfall kein Aufenthaltsraum ist, er also nur in besonderen Fällen (z. B. Haus am Hang, Keller 1 m aus dem Keller + Baugenehmigung) zulässig ist, kann natürlich dem durchaus vorteilhaften Kellerbau gedanklich näher treten. Wenn keine besondern teuren Zusatzmaßnahmen zur Dichtung, zum Aushub usw. notwendig sind, ist der Keller sogar besonders preiswert und sinnvoll. Beim nicht unterkellerten Haus muss ja die Gründung auch 80 – 100 cm tief geführt werden. Dies kann schon als Kellerwand verwendet werden.

Was könnte nun alles in den Keller gebaut werden: Die Hobby-Werkstatt, der Partykeller, das Kinderspielzimmer, der Computerraum, der Fitnessraum, die Sauna mit Dusche, das Gästezimmer, der Trockenraum, der Hausarbeitsraum, vielleicht sogar das Schwimmbad, die Garage, der Lagerraum sowieso, der Schutzraum, besonders wichtig ist der Keller für die Aufnahme einer Heizung mit Warmwasser-Erzeuger, zur Öl- oder Holzpellets-Lagerung, für die Lagerung von Kaminholz oder Kohle, die Firma, das Büro etc. – es ist fast unglaublich. Der Keller ist oft ein wichtiger Zusatzraum. Er kostet nur Geld und muss richtig ausgeführt werden.

 

Die Bauleitplanung ist zu beachten (NE 1.9)

Beim Neubau – aber auch bei der Haussanierung, beim Umbau – sind immer die Bestimmungen der Bauleitplanung, die die Baubehörde kennt und einer Genehmigung zugrunde legt, zu beachten.

Die Bauleitplanung wird im Baugesetzbuch (BauGB) geregelt, das auch das für eine Bebauung wichtige frühere Bundesbaugesetz mit einbezieht. Die bauliche Nutzung, also wie viel darf man wo bauen, regelt dann die Baunutzungsverordnung (BauNVO). Dazu siehe mehr im nächsten Abschnitt. Siehe NE 2.5. Bei einem Gebrauchtkauf taucht auch die Frage auf, ob die Immobilie denn in allen Bereichen genehmigt wurde? Siehe www.gesetze-im-internet.de .

 

Bauen und Umbauen im Netz (NE 1.10)

Sehr viele Portale wollen (oft wegen Verkaufs oder gegen Gebühr) dem Bauinteressenten helfen. Hier sollen nur enige genannt werden: www.baupreislexikon.de bietet für Bauausführungen aller Art, aufgeteilt nach Angebotsgebieten, übliche Baupreise für Bauinteressenten und Bauschaffende, wie z. B. Architekten, gegen Gebühr - mit Nutzername und Passwort zum Login.

Baubegriffe erläutern z. B. www.baubegriffe.com oder www.baulexikon.de .

Die Bauplanung zum Bau- und Umbau:

Bauingenieure: www.bdb.de - oder www.vbi.de - Architekten: www.bda.de - oder www.bdb.de .

Oder/und:

Den Handwerker selbst finden: Bei www.gelbeseiten.de und natürlich auch www.dasoertliche.de - sodann u. a. siehe bei www.baudirekt.de/bauenwww.wer-liefert-was.de , www.realo.de , www.guenstiger.de . 

Was und wie kann man bauen, umbauen oder die Fassade oder das Dach verändern? Dazu beraten alle Bauämter (oder Baubehörden).

Fachlichen Rat liefern zur Energieeinsparung mit dem Energieausweis: Z. B. die Energieberater der "Deutschen Energie Agentur" dena unter www.zukunft-haus.info . Dort Expertensuche nach PLZ.

Vom  preiswertesten Handwerker ein Angebot (hierzu ist es ratsam, einen Architekten oder Bauingenieur/in einzuschalten)

Die Auftraggeber beschreiben eine gesuchte Leistung mit dem von ihnen gewünschten Preis. Die Auftragnehmer können diesen Preis unterbieten. Z. B. www.myhammer.de , www.quotatis.de , www.blauarbeit.de , Ausschreibung, Angebote durch interessierte Firmen, Auftrag vom Ausschreibenden: www.profis.de , www.kallekanns.de , www.untertool,de .Umfangreiche Reklame macht www.jobdoo.de : Benötigte Hilfe bei Handwerks- oder Dienstleistungen: Genannt werden Maler-, Fliesen-, Parkett-, Garten-, Klempner-, Entsorgungs-, Abriss-, Autoreparatur-, Dachdecker-, Elektro-, Fenstereinbau-, Türeneinbauarbeiten sowie Umzüge, Werbung, Übersetzungen, Sicherheitsdienst, Reinigung, Personal und Party-Service. 1. Auftrag (ins Internet) einstellen, Angebote vergleichen, 3. Auftrag erteilen. INFO-Telefon: 0800/80 888 80.

Sodann bietet das Informationssystem Wecobis Hilfe bei der Auswahl von Baumaterialen unter Gesundheits- und Umweltaspekten an: www.wecobis.de und www.nachhaltigesbauen.de. Unter ähnlichen Gesichtspunkten bietet www.natureplus.org baubiologisch (wohngesund)orientierte Lieferanten und Firmen an.

Siehe auch www.wohngesundheit-heute.de.

 

(Ki)

Orientierung durch Zusammenhänge: www.info-sd.de