Die Kurz-Baubeschreibung für die Behörde (NE 5.1)
Die Baubeschreibung beschreibt – wie der Name schon sagt – den Bau. Währen der Architekt oftmals bei einer Ausschreibung alle Leistungen bis ins kleinste benennt und dies dann die Baubeschreibung für die Bauvorlagen und den Eigentümer ergänzt, kann es durchaus sinnvoll sein, bei der Baubeschreibung auch Alternativen zu ermöglichen, damit man während der Bau- oder Umbauzeit die Ausstattung genau überlegen kann. Erst, wenn man durch die Räume gehen kann, weiß man ganz genau wie die Materialien wirken. Mögliche Mehr- und Minderpreise sollten allerdings zuvor bekannt sein.
Als Beispiel wird nachfolgend zuerst eine Beschreibung mit Keller gebracht. Diese kann aber auch ganz anders sein.
Die Baubeschreibung (als Beispiel für ein Massivhaus)– insbesondere bei Beauftragung eines Architektur- oder Ingenieurbüros ist die Baubeschreibung für die Baubehörde meistens kürzer oder auf Formblatt der Behörde. Die wird aber ergänz durch umfangreiche Ausschreibungsbeschreibungen, um preiswerte Handwerker zu finden. Die Baubeschreibung kann aber völlig anders sein.)
Bauvorhaben: Neubau (Umbau) eines Einzel/Doppel/Reihenhauses
Bauort:
Bauherr:
Planung:
Festigkeitsnachweis:
Belegenheit: Vorderhaus in landschaftlich reizvoller Umgebung mit nahen Wäldern und Feldern.
Ver- und Entsorgung: (Gas, Wasser Elektro, Telefon, Abwassersiel (außer Regenwasser) vorhanden. Regenwasser wird örtlich versickert
Konstruktion und äußere Gestaltung: Unterkellerter Neubau mit Wärmedämmverbundsystem. Farbe hell. Wärmedämmung gem. EnEV Porenbetonmauerwerk, Erd- und Obergeschoss-Decken in Stahlbeton. Kellermauerwerk außen in Kalksandstein oder Beton. Zur Nachbar-Doppelhaushälfte KS (Kalksandstein)mauerwerk zur erhöhten Schalldämmung.
Das Dach wird mit dunklen S-Pfannen oder ähnlichen Pfannen aus Beton gedeckt.
Architekt- oder Generalunternehmer (NE 5.2)
Nun sollte man zwischen einem Architektenvertrag und einem Festpreisvertrag für die Bauarbeit unterscheiden, sonst fehlt beim Festpreisvertrag später vieles.
Beim Architektenvertrag (oder Planungs- und Bauleitungsvertrag) wird mindestens der folgende Punkt im Architekten- oder Ingenieurvertrag geregelt. Da zuvor alles gemeinschaftlich besprochen und dann ausgeschrieben wird, werden auch kaum alternative Ausführungsarten (wie nachfolgend) genannt. Die meisten Angaben der nachfolgenden Baubeschreibung finden sich in der Ausschreibung und dann im Unternehmerangebot. Für die Baubehörde ist nur eine verkürzte Baubeschreibung notwendig.
Beim Generalunternehmervertrag sollte alles enthalten sein:
1. Planung, Bauantrag: Die Bauunterlagen werden einschl. der erforderlichen technischen Berechnungen und Zeichnungen (z.B. Statik, EnEV) unter weitgehender Beteiligung des Bauherrn vollständig erstellt und dem zuständigen Bauamt zur Genehmigung bzw. als Bauanzeige eingereicht. Änderungen, die der Bauherr nach Abschluß der Planung und Fertigstellung der Bauzeichnungen wünscht, sind zu vergüten.
Die Wärmedämmung erfolgt – wenn nicht anders vereinbart – entsprechend den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit Ergänzungen. Die Berechnung wird dem Bauherrn übergeben.
Die genaue technische Bearbeitung vor Beginn der Bauarbeiten kann Maßabweichungen geringer Art notwendig machen.
Eine Woche nach Vertragsabschluss sind Änderungen an der äußeren Gestaltung und an der Konstruktion nicht mehr möglich, weil dann gleich die Ausführung vorbereitet wird. Es sei denn, Baubeginn und Baufertigstellung werden entsprechend (mit Zuschlag von 14 Tagen) verlängert.
2. Voraussetzungen für die Baudurchführung: Der Auftragnehmer setzt, soweit nichts anderes vereinbart ist, ein ebenes, geräumtes Gelände, eine tragfähige Zu- und Überfahrt für den Baustellenverkehr und Lagermöglichkeiten für die Baustoffe voraus. Der
Bauherr sorgt für die Möglichkeit, einen Wasser- und Stromanschluss (380 Volt) auf der Baustelle herzustellen. Den Anschluss nimmt der Auftragnehmer vor. Er stellt auch auf seine Kosten einen Baustromkasten bereit. Die Kosten des Wasser- und Stromverbrauchs während der Bauzeit trägt der Bauherr.
Die Bauarbeiten eines Bauvorhabens für den Keller (NE 5.3)
Als Neu-, Um- oder Anbau:
Baustelleneinrichtung: Der geplante Baukörper wird ausgewinkelt und durch Setzen von Winkelblöcken kenntlich gemacht. Die Gebäudeabsteckung erfolgt (falls erforderlich) durch einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur auf Kosten des Bauherrn oder durch das Ing.-Büro bzw. den Bauunternehmer.
Die sonstigen für den Bau erforderlichen Geräte und Einrichtungen, einschl. des Bau-WCs und evtl. notwendigen Bauzauns stellt der Auftragnehmer bereit.
Erdarbeiten: Im Bereich der Baugrube wird der Mutterboden abgeschoben und separat auf dem Grundstück zur Wiederverwendung gelagert (wenn ausreichend Platz vorhanden ist). Es wird ebenes Gelände der Bodenklasse 1, 3 und 4 gem. DIN 18300, 2.2 (Mutterboden, leicht und mittelschwer lösbare Bodenarten) vorausgesetzt. Überschüssiger Boden wird auf Kosten des Bauherrn abgefahren.
Die Verfüllung des Arbeitsraumes nach Fertigstellung des Kellers erfolgt mit dem seitlich gelagerten Boden des Aushubs bis zur ursprünglichen Geländehöhe. Oder höher. Auch der evtl. Mutterboden wird im Grobplanumverteilt, jedoch nicht ansäfertig. Ist der Boden für eine Verfüllung nicht geeignet oder ist bei Nichtunterkellerung die Verfüllung mit Füllsand oder Füllkies erforderlich, so trägt der Bauherr die Kosten der Anlieferung geeigneten Bodens..
Gründung: Bei Unterkellerung wird gemäß Statik auf einer Stahlbetonsohlplatte gegründet. Verwendet wird für die Gründung Beton der Güteklasse C 25/30, XC 1/2 mit hohem Wassereindringwiderstand (früher wasserundurchlässiger WU Beton). Unter der Sohlplatte wird eine Kunststoffolie oder Noppenbahn ganzflächig als Sauberkeitsschicht verlegt. Angenommen ist ein Baugrund mit mind. 0,15 MN/m² Bodenpressung.
Ein Fundamenterder aus verzinktem Bandstahl wird nach VDE-Vorschrift in die Sohle oder Fundamente eingebaut (in den Elektroarbeiten enthalten).
Kellergeschoss: Allgemein: Mauerwerksdicken sind 11,5cm, 17,5cm, 24cm, 30cm u. 36,5cm. Bei Systemwandelementen in Porenbeton oder Lecafertigteilen sind dies 15cm, 17,5 cm, 20, 24cm, 30cm u. 36,5cm.
Der Unternehmer kann als Kellerwände auch Fertigbetonplatten oder Ortbetonverwenden. Die Dicken sind dann 12 und 20 cm, bei „Weißer Wanne“ 25cm.
Die lichte Rohbauhöhe beträgt ca. 2,385m von Sohle bis decke. Die Kelleraußenwände werden in Kalksandstein, in Stahlbeton evtl. auch in Poroton oder Leca gem. Statik ausgeführt. Die tragenden Kellerinnenwände werden je nach den statischen Erfordernissen entsprechend oder in Systemwandelementen gem. Statik ausgeführt. Kellerwände in Mauerwerk erhalten innen einen Wischputz.
Ein evtl. Kellersockel wird bei Verblendmauerwerk bis zu 30 cm hoch mit dem Verblendstein des EG verblendet. Beim Putzbau erhält der Keller Sockelputz.
Die Feuchtigkeitsisolierung gegen Bodenfeuchtigkeit erfolgt nach den Richtlinien für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB) 2001, ergänzt 2004.
Im oberen Bereich gem. Teil 4 der DIN gegen Bodenfeuchtigkeit und nicht stauendes Sickerwasser, im unteren bereich 1 m hoch und beim Sohlanschluss gem. Teil 6 der DIN 18195 gegen aufstauendes Sickerwasser. Passend hierzu die Ausführungen mit der genannten WU-Betonsohle.
Gegen die Wand wird durchlässiger Kies oder eine Dränplatte oder -folie mit abdichtungsseitiger Gleitfolie gebracht. Sollten weitergehende Schutzmaßnahmen erforderlich sein (z. B die Herstellung einer „weißen Wanne“), so trägt hierfür der Bauherr die Mehrkosten. Die waagerechte Isolierung gegen Feuchtigkeit erfolgt nach DIN 18195-4 (Ausgabe 8/2000) – falls erforderlich bzw. DIN 1053.
Gegen Mehrpreis wird eine Drainage verlegt. Sie ist bei der Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser oft erforderlich. Allgemein: Bei Betonaußenwänden ist keine Dickbeschichtung erforderlich.
(Zum Verständnis: 15 oder 12 cm dicke Wände werden im Vorflur ca. in die Mitte von evtl. 11,5cm Wänden lt. Plan gesetzt weil der dann verwendete Spachtelputz nicht aufträgt). Die Restarbeit zählt zu den Malerarbeiten.
Die Kellertreppe ist allgemein aus Beton mit Stufenanstrich. Jeder außen liegende Kellerraum erhält ein Kellerfenster (ca. 100 x 75) aus Kunststoff in Doppelverglasung - soweit erforderlich - mit Kunststofflichtschächten mit verzinktem Abdeckrost. Der gesamte Keller erhält einen Estrich von ca. 4 cm Dicke.
Schornstein: Der Kaminschornstein (Sonderleistung) wird, wenn er planerisch vorgesehen ist, aus Fertigteilen vom Keller bis zum Dachgeschoß erstellt. Ein Zug für die Heizung mit Abluft und Zuluft wird dann (Im Hauptpreis enthalten) daneben gelegt.
Wand- und Deckenputz: Alle Wände im Vorkeller erhalten einen Kalkzementputz bzw. Spachtelung der Fugen von System-Wandelementen oder Leca-oder Betonfertigteilen,
Geschoßdecken aus Fertigteilelementen werden nicht geputzt. Bei ihnen werden die Stoßfugen tapezierfähig verspachtelt. Im Keller werden glatte Türblätter mit Futter und Bekleidung in weiß endlackiert eingebaut.
Alle Kellertüren erhalten eine dreiseitige Gummidichtung,. Die Türen erhalten Drückergarnituren in Löffelform im KG nach Muster.
Elektroarbeiten: Die Elektroinstallation wird nach VDE und EVU-Vorschriften ausgeführt. Die Installation erfolgt ab Zählerkasten. Die Sicherungstafel und erforderlichen Automaten, jedoch ohne Zähler, werden je nach örtlicher Vorschrift im dafür vorgesehenen Kellerraum angebracht. Zwischen Hausanschluss und der Verteilung ist eine Anschlussleitung im Preis enthalten. In der Verteilung werden 6 Sicherungsautomaten eingebaut. 3 für den Herdanschluss, 1 für Licht und Steckdosen pro Wohneinheit, 1 für die Waschmaschine, Licht und Steckdosen im Keller und Klingel sowie Treppenhaus.
Auflistung der einzelnen Steckdosen und Schalter für die jeweiligen Kellerräume:
1 Feuchtraumsteckdose je Kellerraum, 1 Steckdose für die Waschmaschine, 1 Steckdose für den Trockner, 1 Deckenbrennstelle mit Schalter je Kellerraum
Heizungsinstallation: Die Heizung wird als Brennwert Markenheizkessel auf Sockel (oder als Wandausführung oder Therme) für Gas entsprechend der Wärmebedarfsberechnung inkl. Außensteuerungsanlage, Nachtabsenkung über Schaltuhr, Schaltkasten zur Montage geliefert. Eine Entwässerungsleitung für Tropfwasser der Heizungsanlage einschl. Abfluß wird erstellt.
Für die Warmwasseraufbereitung wird ein MarkenStandspeicher 120 Ltr. Installiert. Die Heizung wird auf die jeweilige Hausgröße gem. neuester DIN abgestimmt. Sämtliche Rohrleitungen in Kupferrohr . Eingebaut werden weiß endlackierte Plattenheizkörper mit Thermostat-Ventilen. Die Heizkörper werden möglichst unter den Fenstern installiert.
Sanitärinstallation: Alle Kalt- und Warmwasserleitungen werden als Kupferrohre verlegt oder in Kunststoff ausgeführt. Die Warmwasserleitungen werden isoliert. Kalt- und Warmwasser werden an eine Warmwasser-Bereitung der Heizung mit allem Zubehör angeschlossen. Im Keller wird erforderlichenfalls eine Rückstausicherung für eine Waschmaschine eingebaut. Eine Hebeanlage wird gegen Mehrpreis installiert.Die Abfußrohre werden in Kunststoff gem. DIN 1986 von den Objekten bis innen zur Kelleraußenwand und zur Entlüftung bis zum Dach mit Anschluß an die Dunstrohrpfanne und evtl. erforderlicher Revisionsöffnung verlegt. Innenliegende Naßräume werden ebenfalls nach außen entlüftet.
Keller/HWS: 1 Waschmaschinenanschluss Anschlüsse werden im Kellerraum unter dem Bad oder WC vorgesehen.
Estricharbeiten: Kellergeschoß: Verbundestrich (siehe aber Bauwerksvertrag).
Malerarbeiten: Kellerwände und –decken werden mit Binderfarbe gestrichen (wenn sie keine Eigenleistung sind).
Besonderheiten: Ein offener Kellerabgangsraum wird allseitig außerhalb und unterhalb des Estrichs mit Wärmeisolierung gemäß obigen genannter EnEV -Berechnung belegt.
Gesamtbaubeschreibung für eine Baumaßnahme ohne Keller (NE 5.4)
Gründung: Die Gründung erfolgt bei nicht unterkellertem Bauvorhaben auf einer 20 cm dicken Stahlbetonsohle mit äußerer Frostschürze, die möglicherweise als tragendes Streifenfundament genutzt wird. Innen wird aufgefüllt (siehe hierzu Erdarbeiten) und darauf eine Sohle in der Betonfestigkeitsklasse C 25/30, XC 1/2 gemäß DIN 1045-2/EN 206-1 (vorher B 25 WU-Beton) mit hohem Wassereindringwiderstand betoniert. Die Stahlbetonbewehrung wird entsprechend der Statik ausgeführt.
Angenommen wird mind. 0,15 MN/m² Bodenpressung.
Der Sockel wird bei Verblendmauerwerk bis zu 30 cm hoch verblendet, andernfalls verputzt.
Ein Fundamenterder aus verzinktem Bandstahl wird nach VDE-Vorschrift in die Sohle oder Fundamente eingebaut (in den Elektroarbeiten enthalten).
Maurer- und Betonarbeiten allgemein: Betonarbeiten werden gemäß DIN 1045 T 4 ausgeführt. Die Eigenschaften des Betons werden gem. EN 206-1 festgelegt und der Beton gem. DIN 1045-2 angewendet. Die Betonarten werden gemäß DIN 1045-1 wie folgt für das Haus festgelegt: Für alle Innenbauteile C 20/25, XC1 – für die Sohle C 25/30 mit hohem Wassereindringwiderstand, (früher als WU-Beton) - für Streifenfundamente nicht-unterkellert C20/25, XC1,
Die Wärmedämmung erfolgt – wenn nicht anders vereinbart – entsprechend den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) mit Ergänzungen. Die Berechnung wird dem Bauherrn einschließlich des Energiebedarfsausweises nach § 13 der EnEV übergeben..
Mauerwerksdicken sind 11,5cm, 15cm 17,5cm, 20cm, 24cm, 30cm und 36,5 cm, je nach Statik, Wärme- - und Schallgesichtspunkten sowie Mauerwerksart.
Schornstein: Der Schornstein wird, wenn er planerisch vorgesehen ist, aus Fertigteilen vom Keller, bei Nichtunterkellerung vom HWS bis zum Dachgeschoß mit einem wärmegedämmten Zug für die Heizung erstellt. Der Schornsteinkopf wird oberhalb des Daches mit künstlichem Schiefer verblendet.
Ein Schornsteinzug für Kamin oder Kachelofen wird aus den dafür zugelassenen Fertigteilelementen auf Wunsch erstellt und als Mehrleistung abgerechnet.
Geschossmauerwerk: Das Außenmauerwerk hat bei Verblend einen zweischaligen Wandaufbau mit Wärmedämmschicht. Es besteht von außen nach innen aus ca. 11,5 cm starken Verblendsteinen mit grauer Verfugung nach Muster (Preis inkl. Fracht und MwSt. maximal 500 € per 1000) (siehe aber Bauwerksvertrag), 6-8 cm Mineralfaserdämmung gemäß EnEV-Nachweis, 15-24 cm Porenbetonsteinen oder System-Wandelementen als tragendes Hintermauerwerk (alternativ aus Poroton, Porenbeton oder Kalksandstein).
Bei einem außen mit rißfestem feinen Landhaus-Strukturputz versehenen Haus, wird die Außenwand ebenfalls gem. Energieeinsparverordnung ausgeführt. Ausführungsarten: in 30-36,5 cm Vollmauerwerk oder Wandelementen aus Porenbeton, oder Poroton oder Hintermauerwerk (bzw. –Wandelement) aus gleichem Material bzw. Kalksandstein in 17,5 – 24 cm Dicke und Wärmedämmverbundsystem mit 8 – 12 cm Isolierung gem. Berechnung.
Die Innenwände werden nach statischen Erfordernissen in KS, Porenbeton, Porenbeton-System-Wandelenten, Poroton oder Leichtbauwänden erstellt.
Die Erdgeschossdecke: Die Decken werden aus Stahlbeton-Fertigteildecken gem. Statik tapezierfähig erstellt. Die lichte Rohbauraumhöhe beträgt im Erdgeschoss ca. 2,50 m und im 1. Obergeschoss oder Dachgeschoß ca. 2,4 m.
Wand- und Deckenbehandlung: Alle gemauerten Wände im EG und OG erhalten einen Feingipsputz 2-10mm dick bzw. bei Systemwandelementen werden die Fugen glatt verspachtelt. Die Wandflächen werden dann, wie die Deckenflächen, tapezierfertig erstellt, soweit nicht andere Oberflächengestaltungen, wie z. B. Fliesenflächen vorgesehen sind. Bei Leichtbauinnenwänden und der Dachstuhlverkleidung aus Gipskarton werden die Stoßfugen verspachtelt. Decken, beton ausgebildet sind, erhalten ebenfalls einen Feingipsputz. Geschossdecken aus Fertigteilelementen werden nicht geputzt. Bei ihnen werden die Stoßfugen tapezierfähig verspachtelt.
Sohl- und Fensterbänke: Bei Verblend der Außenwände erhalten alle Fenster im EG und OG außen eine Rollschicht. Die bodentiefen Fenster erhalten im Austrittsbereich eine Abdeckung aus Klinkerplatten (frostbeständig), Rollschicht oder Alu-Sohlbank. Bei Ausführung mit Fassadenputz werden weiße Aluminium- oder PVC-Fensterbänke eingebaut.
Innen werden die Fensterbänke bei flachen Plattenheizkörpern heizkörperüberdeckend (bündig mit Vorderkante Heizkörper) (o.ä.-Stärke ca. 30 mm) hergestellt, sofern nicht gefliest wird. Im
Küchenbereich ist der Überstand geringer oder entfällt, wenn die Arbeitsplatte in die Fensterleibung eingebaut wird. Die Ausführung der Fensterbänke erfolgt in Wercalit oder Marmor bzw. nach den bautechnischen Erfordernissen.
Zimmererarbeiten: Gem. statischer Berechnung nach DIN 1053 neu mindestens in Nadelholz der Güteklasse II, Sortierklasse S 10/C, Festigkeitsklasse C 24 erstellt. inkl. Lattung und Holzschutz errichtet. Der Dachüberstand ist traufseitig in einer für die Gesamtgestaltung Breite von ca. 60 cm und, sofern möglich, giebelseitig in einer Breite von ca. 25-30 cm ausgebildet (beim Walmdach – ist das Gesims umlaufend ca. 70 cm). Im Bereich des Gesimses wird bei Bedarf eine Hinterlüftung gem. DIN vorgesehen. Die Trauf- und Ortgangschalung wird aus Profilbrettern in Fichte oder Kiefer hergestellt, bei den Sparren als Unterschlag bzw. Gesimskasten. Das Dachholz wird mit einem anerkannten und umweltfreundlichen Holzschutzmittel (ohne PCP) nach DIN 68800 imprägniert.
Dachausbau und Leichtwände: Bei ausgebautem Dachgeschoss erfolgt der Ausbau bis unten in die Dachschräge. Zwischen den Sparren bzw. Kehlbalken wird eine Mineralfasermatte mit Wind-Dichtung gem. EnEV eingebracht. Rauminnenseitig werden ca. 12,5 cm starke Gipskartonplatten auf Sparschalung verlegt. Sämtliche Leichtbauwände im 1. Obergeschoss oder Dachgeschoss werden entweder als Porenbeton System-Wandelemente oder als GK-Leichtwände (doppelt beplankt) nach Auftragnehmerwahl erstellt. Zum (evtl.) Spitzboden wird eine wärmegedämmte Einschubtreppe eingebaut. Im evtl. Spitzboden wird ein ca. 2 m breiter Laufsteg von der Einschubtreppe bis zum Dachausstiegsfenster montiert.
Dachdecker- und Klempnerarbeiten: Die Dacheindeckung erfolgt mit Betondachpfannen (Fabrikat-Braas o. ä, z. B. Harzer Pfanne) mit 30jähriger Werksgarantie und Unterspannbahn. Die Grat-, First- und Ortgangsteine werden trocken verlegt. Als Farbe ist anthrazit, ziegelrot, dunkelbraun oder rot vorgesehen. Enthalten sind alle erforderlichen Formteile und Formsteine (wie z. B. Lüftungspfannen, Acrylglaspfannen, Dunstabzugshauben etc.) sowie eine Schornsteinfegerleiter, ein Dachausstiegsfenster mit Standrost bei Erstellung einer extra Schornsteinanlage.
Bei ausgebautem Dachgeschoss sind die im Grundriss dargestellten Dachflächenfenster aus Holz lasiert im Preis enthalten. Alle geneigten Dächer erhalten vorgehängte, naturbelassene, halbrunde Zinkrinnen mit dazugehörigen Fallrohren u. Laubsieben. Die Fallrohre werden bis Terrainhöhe montiert. Die Verkleidung bei evtl. eingeplanten Gauben wird in Schieferit oder Schiefer ausgeführt.
Tischler- und Verglasungsarbeiten: Fenster und Fenstertüren (Terrassentüren) bestehen aus hochwertigem weißen Kunststoff (5-7-Mehrkammersystem) mit Stahlkern, Doppelfalz und einer umlaufenden Gummidichtungslippe. Es werden, soweit technisch möglich (bis zu einer Breite von 155 cm), verdeckt liegende Dreh- oder Drehkippbeschläge eingebaut, soweit nicht feststehende Fensterelemente geplant sind. Die Fenstergriffe (Oliven) bei den Fenstern und Fenstertürelementen sind im Erdgeschoss abschließbar, Farbe silberfartig. Alle Fenster und Fenstertüren ab EG erhalten Isolierglas als Wärmedämmglas ( Glas U G -Wert=1,1), auf Wunsch (Mehrpreis) werden Sprossen nach Absprache eingebaut. Die Fenster im Bad und Gäste-WC erhalten auf Wunsch eine Ornament-Isolierverglasung nach Muster.
Das Hauseingangselement besteht aus Kunststoff gemäß Planung mit oder ohne Seitenteil. Die Standardhaustür mit Seitenteil ist im Festpreis mit max. € 2050 enthalten, ohne Seitenteil 1.600 €. Die Haustür ist mit einer Mehrfachverriegelung abgesichert und erhält einen Sicherheitsprofilzylinder mit einer Haustürsicherheitsdrückergarnitur aus Messing.
Die Zimmertüren bestehen aus furnierten Landhaustüren Marke Kilsgaard Modell 20/02 B profiliert mit Futter und Bekleidung in glatt und Weißlack oder Türen in Buche furniert, mit Rohrenspaneinlage und passendem Futter mit Bekleidung.
Alle Türen erhalten eine dreiseitige Gummilippendichtung. Die Türen erhalten Drückergarnituren in Löffelform (Materialpreis = 20,-- €/Drückergarnitur ab EG), im evtl. KG nach Muster.
Treppen: Die Treppe vom EG zum OG wird als offene freitragende Holzwangentreppe nach Muster in astarmer Kiefer, oder als offene freitragende Zweiholmtreppe mit Stabgeländer eingebaut. Die Holzarten können gegen oft geringe Mehrpreise verändert werden.
Elektroarbeiten: Die Elektroinstallation wird nach VDE und EVU-Vorschriften ausgeführt. Die Installation erfolgt ab Zählerkasten. Die Sicherungstafel und erforderlichen Automaten, jedoch ohne Zähler, werden, je nach örtlicher Vorschrift in der Diele bzw. im HWS-Raum angebracht. Zwischen Hausanschluss und der Verteilung ist eine Anschlussleitung im Preis enthalten. In der Verteilung werden 6 Sicherungsautomaten eingebaut. 3 für den Herdanschluss, 1 für Licht und Steckdosen pro Wohneinheit, 1 für die Waschmaschine, Licht und Steckdosen im Keller und Klingel sowie Treppenhaus.
Auflistung der einzelnen Steckdosen und Schalter für die jeweiligen Räume:
Wohnzimmer: 5 Steckdosen , 2 Decken- oder Wand Brennstellen mit Schalter, 1 Antennensteckdose, 1 Telefonanschlußdose.
Esszimmer: 2 Steckdosen, 1 Decken- oder Wandbrennstelle mit Schalter, 1 Telefonleerrohr oder Kabel.
Schlafzimmer: 3 Steckdosen, 1 Decken- oder Wandbrennstelle mit Schalter.
Kinder-, Arbeits-, Gästezimmer: 2 Steckdosen, 1 Steckdose (unter dem Schalter), 1 Decken- oder Wandbrennstelle mit Schalter .
Flur Erdgeschoß u. Eingangsdiele: 2 Steckdosen, 1 Decken- oder Wandbrennstelle mit Schalter, 1 Decken- oder Wandbrennstelle mit 1 Wechselschaltung .
Flur Dachgeschoß: 1 Steckdose (unter dem Schalter) 1 Decken- oder Wandbrennstelle mit 1 Wechselschaltung.
Küche: 5 Steckdosen, 1 Geschirr-Spülmaschinen-Anschluss, 1 Steckdose für den Kühlschrank, 1 E Herdanschluss, 1 Steckdose für die Dunstabzugshaube, 1 Deckenbrennstelle mit Schalter
WC: 1 Steckdose, 1 Decken- oder Wandbrennstelle mit Schalter
Bad: 1 Steckdose, 1 Deckenbrennstelle mit Schalter, 1 Spiegelbrennstelle mit Schalter
HWS (Hauswirtschaftsraum) : 1 Steckdose für die Waschmaschine, 1 Steckdose für den Trockner, 1 Deckenbrennstelle mit Wechselschaltung.
Eingang: 1 Außenbrennstelle mit Schaltung im Eingangsbereich, 1 Gong mit Klingelknopf am Hauseingang.
Terrasse: 1 Außensteckdose mit Schaltung im Wohnzimmer
Spitzboden (falls vorhanden): 1 Deckenbrennstelle mit Einfachschaltung , 1 Steckdose
Heizungsinstallation: Die Heizung wird als Brennwert Markenheizkessel auf Sockel (auch Wandausführung oder Therme) für Gas entsprechend der Wärmebedarfsberechnung inkl. Außensteuerungsanlage, Nachtabsenkung über Schaltuhr, Schaltkasten zur Montage geliefert. Eine Entwässerungsleitung für Tropfwasser der Heizungsanlage einschl. Abfluß wird – falls erforderlich - erstellt. Für die Warmwasseraufbereitung wird ein Marken Standspeicher 120 Ltr. Installiert. Die Heizung wird auf die jeweilige Hausgröße gem. neuester DIN mit Nachtabsenkungsmöglichkeit abgestimmt.. Sämtliche Rohrleitungen in Kupferrohr . Eingebaut werden weiß endlackierte Plattenheizkörper mit Thermostat-Ventilen. Die Heizkörper werden möglichst unter den Fenstern installiert.
Sanitärinstallation: Alle Kalt- und Warmwasserleitungen werden als Kupferrohre verlegt oder in Kunststoff ausgeführt. Die Warmwasserleitungen werden isoliert. Kalt- und Warmwasser werden an eine Warmwasser-Bereitung der Heizung mit allem Zubehör angeschlossen.
Im Keller wird erforderlichenfalls eine Rückstausicherung für eine Waschmaschine eingebaut. Eine Hebeanlage wird gegen Mehrpreis installiert. Die Abfußrohre werden in Kunststoff gem. DIN 1986 von den Objekten bis innen zur Kelleraußenwand und zur Entlüftung bis zum Dach mit Anschluss an die Dunstrohrpfanne und evtl. erforderlicher Revisionsöffnung verlegt. Innenliegende Nassräume werden ebenfalls nach außen entlüftet.
Im Bad kann zur Erwärmung des Fliesenbodens gegen Aufpreis (siehe Mehrpreisliste) eine Heizungsrücklaufschlange bis zu 8 m² Bodenfläche verlegt werden.
Sanitäreinrichtungen:
Bad: 1 Stück wandhängendes Porzellan WC Becken als Tiefspüler mit Wasserstop-Spartaste wahlweise der Modelle Laguna, San Remo oder Eurovit von Ideal Standart oder entspr. von V&B mit WC-Sitz Kunststoff weiß. - 1 Stück Porzellan-Waschtischanlage ca. 70x 54 von Ideal Standart Laguna, San Remo oder Eurovit. Alternativ V&B., Farbe weiß, Einhebelmischer Fabrikat Cerafit oder Cerasprint oder Grohe „Eurodisc“ oder gleichwertiges mit feststehendem Auslauf. - 1 Stück Duschwannenanlage 80x80 cm aus emailliertem Stahlblech in weiß (Fabrikat Kaldewei, Ideal-Standard o.ä.) inkl. Einhebelmischer, Fabrikat Grohe „Eurodisc“ in Unterputzausführung einschl. Brausegarnitur. - 1 Stück Wannenanlage in Körper form 180/80 cm, Fabrikat Kaldewei, Ideal-Standard o. ä., inkl. Wannenträger Poresta, Einhebelmischer (verchr., Fabrikat Ideal-Standard, Grohe), Wannenexcenter-Ablaufgarnitur sowie Handbrause mit Wandhalterung.
Gäste-WC: 1Stück wandh. WC-Becken wie unter„Bad“ beschrieben. WC-Sitz, Farbe weiß etc. Waschtischanlage ca. 50 cm wie „Bad“.
Küche: Vorgesehen werden Anschlüsse für Spüle (Kalt- und Warmwasser) und Spülmaschine.
Im HWS: Waschmaschinenanschluss und Ausguss-Waschbecken.
Außen: Außenzapfstelle mit Schlauchverschraubung wird im Bereich der Terrasse installiert.
Estricharbeiten: EG und OG: Schwimmender Zementestrich mit Wärme- bzw. Trittschalldämmung nach DIN und EnEV. Im Erdgeschoß bei Nichtunterkellerung wird eine Wärmedämmung unterhalb vom Zementestrich von ca. 80-100 mm (gem. Berechnung nach EnEV) eingebracht. Die Sohle wird gegen Kapillarwasser abgesperrt.
Fliesenarbeiten: Allgemein: Eingangsbereich, Hausanschlussraum (HAR)/Hauswirtschaftsraum (HWR), Bad, Gäste-WC und Küche erhalten als Bodenbelag exklusive Bodenfliesen (Größen: 20x20, 30x30, 25x2515x20) wandparallel verlegt. inkl. Sockelleiste (ca. 5 cm hoch). Die Fliesen werden grau verfugt.
Bad, Duschbad und Gäste-WC erhalten Wandfliesen in einer Größe von 15x20 cm oder 15x15 cm. Im Bad und Duschbad wird ca. 2 m hoch gefliest. Das Gäste-WC wird 1,50 m hoch gefliest.
Die Verfugung erfolgt in grau oder weiß. Im Bad, Duschbad und Gäste-WC werden die Fensterbänke gefliest. In der Küche wird ein Fliesenschild bis zu 3,5 m² vorgesehen.
Der Übergang zwischen Wand- und Bodenfliese wird dauerelastisch verfugt. Die Steigestränge und Fallrohre werden mit einem Rohrkasten (WeDI o.ä.) verkleidet. Materialpreis für alle Boden- und Wandfliesen nach Muster bis zu 20,-- € inkl. MwSt. pro. Quadratmeter und incl. 20% Verschnitt, der zusätzlich in diesem Preis enthalten ist.
Bodenbeläge: Allgemein: Alle Wohnräume, die nicht gefliest werden, erhalten einen Teppichboden bis zu 20,--€ pro m² (inkl. Sockelleiste und MwSt.) nach Muster (incl. 20 % Verschnitt).
Malerarbeiten: Allgemein: Alle geputzten Stahlbetondecken, Fertigteildecken (hier sind die Dehnungsfugen fachgerecht abgespachtelt) und Gipskartondecken (hier sind die Stoßfugen abgespachtelt), erhalten eine Raufasertapete und einen Anstrich mit weißer Dispersionsfarbe. Die Heizkörper sind endbehandelt eingebaut. Die sichtbaren Hölzer der Dachüberstände werden weiß oder natur gestrichen.
12. Hinweise: Dem Bauherrn ist bekannt, dass nur die Arbeiten im Hauspreis enthalten sind, die in dieser Baubeschreibung oder im Bauvertrag aufgeführt sind, abzüglich vereinbarter Eigenleistungen, jedoch alles, um die Arbeiten bezugsgerecht fertig zu stellen, auch wenn etwas in der Beschreibung fehlen sollte. Weitere Leistungen können vereinbart werden, sofern es der jeweilige Bautenstand zulässt.
Wenn der Elektriker die Zähler setzen muss, berechnet er dem Bauherrn dafür seine Kosten von ca. 50 €. Die Heizungseinrichtung wird vom Schornsteinfeger abgenommen und die Abgase werden vom ihm gemessen. Er berechnet dafür dem Bauherrn rund 100 €.
Es wird darauf hingewiesen, dass zur Baudurchführung folgende Versicherungen abgeschlossen werden sollten: Rohbaufeuerversicherung, Bauherrenhaftpflicht- und Bauwesenversicherung.
Vorstehende Baubeschreibung hat der Bauherr gelesen und mit dem Auftragnehmer durchgesprochen. Sie wird Vertragsbestandteil
Eigenleistungen können gewerksweise vereinbart werden, wenn rechtzeitig vor Baubeginn bekannt ist, um welche Gewerke es sich handelt.
Vorstehendes Bauleistungsverzeichnis haben Unternehmer und Bauherr gelesen akzeptiert.
Unterschriften mit Datum
(Ki)